Pressespiegel
Pressebericht im Blickpunkt vom 23.12.2010
60 erfolgreiche Projekte -
Lokaler Aktionsplan für Toleranz soll fortgesetzt werden
Elbe-Elster-Kreis. Mit den Bundesprogrammen „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz
und Demokratie und kompetent. Für Demokratie - Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus“ förderte
die Bundesregierung in den Jahren 2007 bis 2010 ziviles Engagement, Demokratie, Vielfalt und Toleranz sowie die
Bildung von Beratungsnetzwerken in Deutschland. Die beiden Programme werden vom kommenden Jahr an unter
dem Dach „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ fortgeführt. Das Bundesfamilienministerium stellt dafür bis
2013 jedes Jahr 24 Millionen Euro zur Verfügung und unterstützt damit lokale Aktionspläne, Modellprojekte und
Beratungsnetzwerke gegen Rechtsextremismus.
![]() Die Teilnehmer der Konferenz zogen ein positives Fazit und sprachen sich für eine Fortsetzung in den kommenden Jahren aus. (Foto: Kreisverwaltung)
Auch der Landkreis Elbe-Elster wird sich an der 2. Förderperiode beteiligen. Einen entsprechenden Bewerbungsantrag
wird Andrea Müller von der lokalen Koordinierungsstelle des Aktionsplanes bis Ende des Monats auf den Weg bringen.
Ausschlaggebend dafür waren die positiven Erfahrungen, die in den vergangenen vier Jahren bei der Umsetzung des
lokalen Aktionsplans vor Ort gesammelt wurden. An rund 60 Projekten im Landkreis beteiligten sich gut 8.000
überwiegend Kinder und Jugendliche und machten sie damit zu einer Erfolgsgeschichte.
Bei den gemeinsamen Aktionen, für die insgesamt rund 400.000 Euro zur Verfügung standen, ging es darum, Verständnis
für die gemeinsamen Grundwerte und kulturelle Vielfalt zu entwickeln, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und
jede Form von Extremismus, insbesondere den Rechtsextremismus, zu bekämpfen. Beteiligt haben sich im Landkreis Sportgruppen,
Schulen und Jugendklubs, Feuerwehren und Vereine, Kirchen- und Musikgruppen. Sie organisierten beispielsweise
Gemeinschaftserlebnisse im Roten Kochstudio im Kraftwerk Plessa, stellten Fußballturniere in Finsterwalde und
Uebigau auf die Beine, riefen Theaterprojekte ins Leben und sorgten mit der T-Shirt-Aktion „Zeig, wofür du stehst!“ für
Aufsehen.
Erst kürzlich hat sich der Begleitausschuss des lokalen Aktionsplans auf einer Konferenz in Herzberg für die Fortsetzung
der Präventionsarbeit im Landkreis Elbe-Elster ausgesprochen. Die in der zurückliegenden Zeit entstandenen Netzwerke sollen
in der zweiten Förderperiode ab 2011 gefestigt und Synergiepotenziale besser genutzt werden. Dabei soll der Kreispräventionsrat
nach Auffassung des Begleitausschusses noch stärker einbezogen werden. Auch wurde angeregt, konkrete Projekte künftig im Kreistag
vorzustellen.
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