Projekte 2010

Von Bildern, die man nicht mehr vergessen kann

Jugendliche besuchten Auschwitz

Das Ziel der dreitätigen Gedenkstättenfahrt vom 12. bis 14. Februar hieß Oswiecim, besser bekannt unter dem deutschen Namen Auschwitz. An der Fahrt waren 45 Jugendliche aus verschiedenen Schulen des Kirchenkreises der Jahrgangsstufen 8, 9, 10 und 13 beteiligt. Am Freitag, dem 12. Februar um 8 Uhr startete der Bus in Finsterwalde auf dem LIDL-Parkplatz. Unsere erste Pause war an der Grenze, wo wir auch unser Geld umtauschen konnten. Um ca. 16 Uhr kamen wir in der Jugendbegegnungsstätte an. Nach dem Bezug der Zimmer stand um 17 Uhr eine Stadtführung durch die etwa 40.000 Einwohner zählende Stadt Oswiecim auf dem Programm. Dort erfuhren wir interessante Details über die Stadt vor dem 2. Weltkrieg. Nach dem Rundgang ging es wieder in die Jugendbegegnungsstätte, wo das Essen schon auf uns wartete. Hinterher guckten wir uns die öffentlichen Räume der Einrichtung an, sangen und stellten uns gegenseitig vor. Wer wollte, konnte sich am Ende des Abends einen Film zum Thema anschauen. Am Samstag gab es um 8 Uhr Frühstück. Um 9 Uhr machten wir uns auf den Weg zur etwa drei Kilometer entfernten Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, wo wir eine ausführliche Führung erhielten. Wir wurden in zwei Gruppen geteilt und schauten uns das komplette Gelände an. Wir erhielten viele Informationen über das Leben im Lager, dem Lebensstand, aber auch über Fluchtversuche. Wir schauten uns Baracken und Waschräume an. Die Führung dauerte drei Stunden. Es war sehr kalt, so dass wir uns ein Stück in die Lage der Holocaust-Opfer hineinversetzen konnten, da wir merkten, wie kalt uns ist, obwohl wir gut gefrühstückt und uns eigentlich warm angezogen haben. Dies alles hatten sie nicht und trotzdem mussten sie schwer arbeiten. Das Gelände war wahnsinnig groß, so dass es viel abzulaufen gab und wir erst später als geplant in der Begegnungsstätte eintrafen. Nach dem Essen ging es gleich weiter ins Stammlager Ausschwitz. Wir bekamen Mikrofone, damit wir, wenn wir etwas weiter gehen, unsere Führerin trotzdem noch verstehen. Die gut erhalten Häuserblöcke waren zu Ausstellungen umgebaut. Die Ausstellungen waren sehr informativ, aber auch eindrucksvoll. Die Stimmung im Bus zu der Begegnungsstätte war sehr bedrückt. Jeder musste seine Gefühle nach diesem historischen Ort erst einmal sammeln. Nach der Ankunft gab es Essen. Hinterher hatten wir einen Workshop zum Thema NS-Zeit, aber auch mit welchen Mitteln Hitler Anhänger gewinnen wollte. Wir wurden noch einmal in Gruppen aufgeteilt und beschäftigten uns mit verschiedenen Themen, die dann vor der gesamten Gruppe vorgestellt wurden. Am nächsten Morgen gab es später Essen, da wir davor unsere Koffer packen sollten. Nach dem Essen, das im Allgemeinen ganz gut war, trafen wir uns alle in einem kleinen Raum, um über dieses Thema zu reden. Jeder konnte seine Gefühle versuchen zu beschreiben. Dies war nicht sehr leicht, da es einfach sehr viele waren. Nach der Gesprächsrunde bekam jeder eine halbe Stunde Zeit, um in Form eines Bildes oder einer Tonskulptur das darzustellen, was ihn am meisten fasziniert, sprachlos oder einfach nur traurig gemacht hat. Dieses stellten wir dann wieder der Gruppe vor. Am Ende sangen wir noch ein jüdisches Lied. Um 11.30 Uhr machten wir uns mit vielen neuen Eindrücken auf den Rückweg. Auf unserer Rückfahrt schauten wir uns, passend zum Thema, „Schindlers Liste“ an. In Finsterwalde kamen wir dann um 18 Uhr an.

Ein Bericht von Sarah Fischer, Sängerstadtgymnasium, Klasse 9
Ansprechpartnerin Frau Verspohl

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