Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und
Demokratie"
Projekte 2009
DFT-Zeig wofür Du stehst!
Für Demokratie, Freiheit & Toleranz!
Ein großer Teil des ländlichen Raumes unseres Landkreises ist durch rechtsextreme Outfits
bei Jugendlichen geprägt. Mehr oder weniger bewusst sind rechtsextreme Codes in der
Jugendkultur verankert. Mit den teilnehmenden Jugendclubs, Jugendgruppen und Schulklassen
wurde ein T-Shirt Wettbewerb mit dem Namen „Demokratie, Freiheit, Toleranz (DFT)- Zeig
wofür du stehst!" durchgeführt. Gesammelt wurden Sprüche zu den Schlagwörtern "Demokratie,
Freiheit, Toleranz, Vielfalt, Angst, Gewalt und Hass". Die Slogans wurden auf T-Shirts
gedruckt. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung bekamen insgesamt 678 Jugendliche aus
dem Landkreis ihre T-Shirts übergeben.
Das T-Shirtprojekt sollte insbesondere Jugendliche im ländlichen Raum dafür sensibilieren,
was sie und / oder ihre Mitmenschen tragen. Ferner sollten sie sich damit auseinandersetzen
und die Möglichkeit erhalten eigene Statements und Sichtweisen zur Demokratie, Freiheit und
Toleranz abzugeben. Dabei war es uns wichtig, dass die T-Shirts eine Identifikation mit der
eigenen Einstellung zur Demokratie zum Ausdruck bringen und somit Farbe in die "braune"
Alltagskultur im ländlichen Raum kommt. Für den Zeitraum des Projektes standen in den
Gesprächsrunden explizit Themen wie Demokratie, Toleranz und Freiheit in den Jugendräumen,
Klassen, Vereinsräumen und den Elternhäusern im Vordergrund.
Die Hauptzielgruppe des Projektes waren Jugendliche im Alter von 13 - 27 Jahren, die sich
vorrangig in den autonom geführten Jugendräumen aufhalten. Zunächst wurde eine Zahl von 70
Teilnehmern als Erfolgskriterium festgelegt. Aufgrund der guten Netzwerkarbeit unter den
Sozialarbeitern entwickelte sich das Projekt zum Selbstläufer und motivierte selbst
Jugendgruppen, Jugendfeuerwehren, Kinder- und Jugendvereine sogar ganze Klassenverbände in
Schulen zur Teilnahme. Die nachweisliche Teilnehmerzahl von 678 Kindern und Jugendlichen
hat unsere Erwartungen daher bei weitem übertroffen.
Im Nachgang des Projektes entwickelte sich aus der Gesprächsebene heraus eine täglich
sichtbare Positionierung der 678 Jugendlichen zu unseren gemeinsamen demokratischen
Grundwerten.
Der persönliche Kontakt zu allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern war und ist besonders wichtig
gewesen. Über mehrere Monate hinweg befassten sie sich regelmäßig mit den Begriffen und haben
eigene Meinungen gebildet. Im Sinne der Nachhaltigkeit fungieren sie auch heute noch als
MultiplikatorInnen.
Für Nachfragen und eine dezidierte Projektbeschreibung stehen die Ansprechpartner Frau Szott,
Frau Pecker, Herr Müller und Herr Mittelstädt gern für persönliche Gespräche zur Verfügung.
Ansprechpartner: Frau Szott, Frau Pecker, Herr Müller, Herr Mittelstädt